Er­folgs­fak­tor – wer­te­ori­en­tier­te Kul­tur

von | 12. Apr, 2012 | Kul­tur, Leit­bild | 0 Kom­men­ta­re

«Erst Wer­te ma­chen ein Un­ter­neh­men wert­voll». Für die er­folg­rei­che Ent­wick­lung und Um­set­zung ei­ner Al­lein­stel­lungs­stra­te­gie braucht es die «rich­ti­ge» Un­ter­neh­mens­kul­tur. Sie gibt dem Un­ter­neh­mer und sei­nen Mit­ar­bei­tern die not­wen­di­ge Ori­en­tie­rung, ver­mit­telt Sinn am un­ter­neh­me­ri­schen Tun und re­flek­tiert die Wer­te, die dem Un­ter­neh­men wich­tig sind und die es vor­an­trei­ben. Und, was zen­tral ist, sie im­plan­tiert dem Un­ter­neh­men den kla­ren Zweck, zu­frie­de­ne Kun­den zu schaf­fen. Nur, kann man die Kul­tur im ei­ge­nen Un­ter­neh­men über­haupt ma­na­gen?

Die Un­ter­neh­mens­kul­tur im KMU ist mass­geb­lich be­ein­flusst durch den Un­ter­neh­mer selbst

Die Un­ter­neh­mens­kul­tur lässt sich nicht di­rekt ma­na­gen, wie bei­spiels­wei­se ein Pro­jekt. Sie ent­steht aus den im Un­ter­neh­men ge­leb­ten Tra­di­tio­nen, Re­geln, Glau­bens­sät­zen und den ge­leb­ten Wer­ten. Spe­zi­ell bei den Wer­ten lässt sich aber ak­tiv ein Rah­men schaf­fen, der die Kul­tur mass­geb­lich be­ein­flusst und auf die­se Wei­se in die ge­wünsch­te Rich­tung lenkt. Dank ih­rer (klei­nen) Grös­se und ih­rem di­rek­ten Be­zug zum In­ha­ber und Ei­gen­tü­mer stellt man bei KMU im­mer wie­der fest, dass die Fir­men­kul­tur in­ten­siv spür­bar und sicht­bar ist. In al­ler Re­gel ist sie ganz di­rekt von den Vor­stel­lun­gen und Wert­hal­tun­gen – und den da­mit ver­bun­de­nen Hand­lun­gen und Un­ter­las­sun­gen – des Un­ter­neh­mers ge­prägt. Er und wo vor­han­den sein Füh­rungs­team be­ein­flus­sen die Un­ter­neh­mens­kul­tur in star­kem Mas­se durch ih­re Vor­bild­wir­kung. Der Be­zug zwi­schen dem Un­ter­neh­mer und der Un­ter­neh­mens­kul­tur ist da­her sehr eng und nicht auf­lös­bar. Kon­se­quen­ter­wei­se lässt sich die Fir­men­kul­tur im KMU auch nur auf dem Weg über den Un­ter­neh­mer be­ein­flus­sen und da­mit in­di­rekt ver­än­dern.

Po­si­ti­ve Wer­te zur Un­ter­stüt­zung der Ent­wick­lung und Um­set­zung der Al­lein­stel­lungs­stra­te­gie

«Die rich­ti­gen Wer­te sind die Ba­sis für Wert­stei­ge­rung, und da­mit für den nach­hal­ti­gen Un­ter­neh­mens­er­folg. Be­fin­det sich die Un­ter­neh­mens­stra­te­gie mit den gel­ten­den Wer­ten im Ein­klang, steht ih­rer Um­set­zung prak­tisch nichts mehr im We­ge.» schreibt der pro­fun­det KMU-Kenner und Stra­te­gie­be­ra­ter Ar­nold Weiss­mann in sei­nem Buch «Die gros­sen Stra­te­gi­en für den Mit­tel­stand» sehr tref­fend.

Un­ter ei­ner wer­te­ori­en­tier­ten Kul­tur ver­ste­he ich, dass die Fir­men­kul­tur über ein Set an kla­ren Grund­re­geln und Grund­wer­ten ver­fügt, die da­zu ge­eig­net sind, die Un­ter­neh­mens­zie­le und die Stra­te­gie wir­kungs­voll zu un­ter­stüt­zen. In­so­fern müs­sen die Wer­te po­si­ti­ven Cha­rak­ter ha­ben und zur Po­si­tio­nie­rung des Un­ter­neh­mens pas­sen. Es macht al­so kei­nen Sinn, ei­nen ge­ne­ri­schen Ka­ta­log von Un­ter­neh­mens­wer­ten fest­zu­le­gen und die­sen re­zept­ar­tig in je­dem x-beliebigen KMU ein­füh­ren zu wol­len. Wer­te und die dar­aus ent­ste­hen­de Fir­men­kul­tur sind im­mer in­di­vi­du­ell und müs­sen aus der spe­zi­fi­schen Unternehmer- und Un­ter­neh­mens­si­tua­ti­on her­aus kris­tal­li­siert und ent­wi­ckelt wer­den.

Es wird al­ler­dings ei­ne «Min­dest­qua­li­tät» bei den Wer­ten be­nö­tigt, da­mit sie ih­re po­si­ti­ve Stahl­kraft auf die Kul­tur und da­mit ver­bun­den die Stra­te­gie­umset­zung wirk­sam ent­fal­ten kön­nen. Denn Wer­te wie «Pro­fit um je­den Preis» ver­tra­gen sich au­gen­schein­lich nicht mit Prin­zi­pen wie «Nutzen- vor Ge­winn­ma­xi­mie­rung». Dar­über hin­aus sind die IT-Unternehmen aber frei, Ih­ren Wer­te­ka­ta­log in Über­ein­stim­mung mit ih­ren Zie­len, ih­rem Leit­bild, ih­rer Mis­si­on und ih­rer Stra­te­gie mög­lichst wi­der­spruchs­frei für Kun­den und Mit­ar­bei­ter zu de­fi­nie­ren und zur Ba­sis ih­res un­ter­neh­me­ri­schen Tuns zu er­klä­ren.

Pro­fes­sio­nel­le und er­folgs­ver­spre­chen­de Stra­te­gie­ar­beit be­schäf­tigt sich da­her im­mer auch mit der Fir­men­kul­tur und den Un­ter­neh­mens­wer­ten, wel­che in der Re­gel im Leit­bild ver­kör­pert sind. Die tolls­te und kun­den­ori­en­tier­tes­te Stra­te­gie oh­ne ent­spre­chen­de Ab­stüt­zung und Sup­port durch die Un­ter­neh­mens­kul­tur wird mit Si­cher­heit schei­tern bzw. nie ihr vol­les Po­ten­ti­al aus­schöp­fen kön­nen.

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