Zu­kunfts­fä­hig­keit si­chern – Kern­auf­ga­be der Führung

von | 23. Okt, 2012 | Zu­kunfts­fä­hig­keit | 0 Kom­men­ta­re

«War­um soll ich mich mit der Zu­kunft be­schäf­ti­gen? Die Ge­gen­wart ist her­aus­for­dernd ge­nug!» Mit die­sem Zi­tat be­ginnt Rein­hard K. Spren­ger in sei­nem neu­en Buch «Ra­di­kal füh­ren» das ent­schei­den­de Ka­pi­tel «Zu­kunfts­fä­hig­keit si­chern». Kaum ei­ne an­de­re Fest­stel­lung trifft die Rea­li­tät in Software-KMU bes­ser als die­se. Dort herrscht in al­ler Re­gel per­ma­nen­te ope­ra­ti­ve Hek­tik, die sich vom Support-Mitarbeiter bis hin­auf zum In­ha­ber naht­los durch­zieht. Das Ta­ges­ge­schäft und die Kun­den ha­ben das Un­ter­neh­men fest im Griff und las­sen es nicht mehr los. Da­mit wird zwar (meis­tens) dem ak­tu­el­len Ge­schäft Ge­nü­ge ge­tan, für die Zu­kunft des Un­ter­neh­mens ist aber noch nichts vorgekehrt.

Aber, um mit ei­nem Zi­tat von Pe­ter Bra­beck von Nest­lé auch aus dem oben er­wähn­ten Buch zu ant­wor­ten: «Es geht nicht dar­um, nach­zu­den­ken, was uns bis­her er­folg­reich ge­macht hat, es geht pri­mär um die Fra­ge, was wir tun müs­sen, da­mit wir auch in der Zu­kunft er­folg­reich sind.» Dies um­so mehr, als dass sich die Rah­men­be­din­gun­gen für Un­ter­neh­men – die Märk­te, die Ge­schäfts­mo­del­le, die Kon­kur­renz, die Tech­no­lo­gi­en, die Wett­be­werbs­be­din­gun­gen, usw. – ra­send schnell än­dern. Die Kon­se­quenz dar­aus ist, dass er­folg­rei­che Stra­te­gi­en der Ver­gan­gen­heit kei­ne Ga­ran­tie für Er­folg in der Zu­kunft mehr sind.

Stra­te­gi­sche Zie­le und Positionierung

Es gibt we­der ei­ne Ga­ran­tie noch Re­zep­te für Er­folg in der Zu­kunft. Aber man kann – bzw. muss – sein Software-Unternehmen auf die Zu­kunft vor­be­rei­ten, es auf­merk­sam und sen­si­bel ma­chen für die oft­mals sich lang­sam und zag­haft an­kün­di­gen­den Ver­än­de­run­gen, die das Ge­schäft be­ein­flus­sen wer­den. Das be­deu­tet je­doch nicht, dass man auf mittel- und lang­fris­ti­ge Un­ter­neh­mens­zie­le und ei­ne kla­re Po­si­tio­nie­rungs­stra­te­gie ver­zich­ten soll, im Ge­gen­teil! Es be­deu­tet viel­mehr, dass die Po­si­tio­nie­rung in ei­nem frei­en Platz im Kopf des Kun­den zu­sam­men mit ei­ner durch­dach­ten Stra­te­gie die Kern­ele­men­te zur Si­che­rung der Zu­kunfts­fä­hig­keit dar­stel­len. Die Zu­kunft ist und bleibt un­ge­wiss, das ist ei­ne Tat­sa­che. Aber wir kön­nen uns mit ent­spre­chen­den stra­te­gi­schen Vor­keh­run­gen men­tal und auch ma­te­ri­ell dar­auf ein­stel­len und uns vorbereiten.

Re­gel­mäs­si­ge Fra­ge nach den kauf­ent­schei­den­den Kriterien

Die Lö­sung liegt da­her nicht in ei­nem Pa­tent­re­zept son­dern in ei­ner fle­xi­blen Po­si­tio­nie­rungs­stra­te­gie, die re­gel­mäs­sig (min­des­tens ein­mal jähr­lich – bes­ser zwei­mal) in al­len ih­ren As­pek­ten auf den Prüf­stand ge­stellt und hin­ter­fragt wird. Ha­ben sich die Pro­ble­me un­se­rer Kun­den ver­än­dert oder sind sie er­kenn­bar da­bei es zu tun und wel­ches sind ak­tu­ell die ent­schei­den­den Kri­te­ri­en und Nut­zen­ar­gu­men­te, wo­nach un­se­re Kun­den ih­re Kauf­ent­schei­dun­gen treffen?

Raus aus dem Hamsterrad

Wie oben be­reits er­wähnt, schei­tert der Auf­bau der Zu­kunfts­fä­hig­keit vie­ler Software-KMU aber be­reits an der no­to­ri­schen Über­las­tung der Un­ter­neh­mer und ih­rer Mit­ar­bei­ter. We­nigs­tens ent­spricht dies oft ih­rer ei­ge­nen Wahr­neh­mung, auch wenn dem nach ge­naue­rer Prü­fung nicht bei­ge­pflich­tet wer­den kann. Trotz­dem hat die­se Wahr­neh­mung zur Fol­ge, dass sich vie­le Un­ter­neh­mer nur um das Kurz­fris­ti­ge küm­mern, nicht um das Lang­fris­ti­ge und nur um das Dring­li­che, nicht um das Wich­ti­ge. Wer in die­ser Müh­le (oft­mals auch Hams­ter­rad ge­nannt) steckt, muss drin­gend dort her­aus, will er sein Un­ter­neh­men lang­fris­tig und nach­hal­tig sta­bil und er­folg­reich in die Zu­kunft begleiten.

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